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Zaaltag: September 2006


29 September 2006

Gegen Rechts!!1

Nazi-Organisationen sind verfassungswidrig und damit verboten. Wissen wir. Allerdings waren einige Rechte so schlau, sich trotzdem zu organisieren, zu behaupten, sie seien keine Nazis und trotzdem Hakenkreuze zu tragen. Auch das wissen wir.

Unser Gesetzgeber dachte sich daher: Vielleicht verschwindet das Problem ja, wenn wir nicht nur Nazis verbieten sondern auch Nazisymbole und verbot deshalb Nazisymbole im Strafgesetzbuch, Paragraph 86a.

Nun waren allerdings besagte Rechte so schlau und dachten sich: "Hmm, dann machen wir halt einfach ein neues Hakenkreuz mit 3 Zacken, oder mit 5".

Aber unser Gesetzgeber ist ja wie wir wissen ebenfalls schlau und deshalb hat Paragraph 86a einen Absatz 2 in dem steht, dass auch Symbole die den Nazisymbolen "zum verwechseln ähnlich sehen" als Nazisymbole gelten und deshalb verboten sind.

Nun kommt ein Mann names Jürgen Kamm ins Spiel. Jürgen ist Händler und verkauft Anti-Rechts Symbole: Unter anderem Aufnäher mit durchgestrichenen Hakenkreuzen (wie auf dem Foto zu sehen).

Schöne Sache, mag man denken - seiner Ablehnung gegen Rechts Ausdruck zu verleihen.

Jetzt denkt sich aber vielleicht einer von Euch: Na ja, wenn man nur genügend doof wäre, könnte man sagen, dass die durchgestrichenen Hakenkreuze ja Hakenkreuzen "zum verwechseln ähnlich sehen" und deshalb nach Paragraph 86a des Strafgesetzbuches deren Vertrieb verboten sein müsste. Okay - ihr werdet sicherlich müde lächeln und denken "So doof wird nun wirklich niemand sein, denn das wäre absolut albern.

Ist es auch. Allerdings nicht für das Landgericht Stuttgart und den vorsitzenden Richter Wolfgang Küllmer. Und der Wolfgang verurteilte heute den Jürgen wegen Verstoßes gegen Paragraph 86a des Strafgesetzbuches zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro.

In der Urteilsbegründung heißt es: "Es besteht die Gefahr der Gewöhnung."

Danke Herr Richter, im Kampf gegen Rechts kann man nie genug tun!

P.S.: Ob eigentlich das Verwenden eines Fotos eines Aufnähers der ein Symbol zeigt, das dem Symbol einer verfassungsfeindlichen Organisation zum verwechseln ähnlich sieht unter Strafe steht?

27 September 2006

Construct Your 24 Plot

1 Es gibt einen Hinweis auf die Bedrohung der nationalen Sicherheit und nur eine einzige Spur
2 Jack Bauer foltert irgendwen und vernimmt den einzigen Zeugen
3 Der einzige Zeuge stirbt
4 Jack Bauer geht alleine der einzigen Spur nach (dabei stirbt der zufällige Begleitagent immer im Kugelhagel der Terroristen während Jack Bauer unverletzt bleibt)
5 Jack Bauer vereitelt den Anschlag und ein sterbender Terrorist gibt ihm den Hinweis auf eine noch größere Bedrohung der Nationalen Sicherheit - und es gibt nur eine einzige Spur.
6 Goto 2

Und im Übrigen ist völlig klar, dass...

- Terroristen zwar jeden Hansel einschließlich der eigenen Leute erschießen, nicht aber Jack Bauer, den sie nur gefangen nehmen.

- Terroristen allesamt seinen Namen und sein Gesicht kennen.

- Fotos/Überwachungskameravideos/Satellitenaufnahmen solange vergrößert und bearbeitet werden können, bis wahlweise das Nummernschild eines hinter einer Mauer versteckten Autos zu lesen oder das Gesicht einer maskierten und vergrabenen Person glasklar und in Farbe zu erkennen ist, auch wenn die Aufnahmen schwarz/weiß waren.

- Wichtige Leute, die nur eine Kleinigkeit machen müssten um Millionen Leute zu retten per se erst einmal nicht kooperieren wollen.

- Die Terroristen nie dort sind, wo die CTU Hundertschaften einrücken, sondern immer da wo Jack Bauer alleine (bzw mit Begleitagent) mit dem Auto hinfährt. Ausgenommen Bauer ist bei den CTU Hundertschaften: Dann können die Terroristen ungesehen fliehen.

- Die CTU Baupläne von jeder Wellblechhütte des Planeten besitzt.

- Die CTU zwar mittels Wäremescan zwar einen Wüstenrennmaus in Tschetschenien findet, nicht aber eine Einzelperson, die aus einem umstellen Gebäude flieht.

- Jede Person, der Jack Bauer eine Waffe in die Hand drückt damit umgehen kann.

- Für den Plot unwichtige Personen durch jeden Streifschuss unmittelbar tot umfallen, während wichtige Personen es zumindest noch in den Krankenwagen schaffen, auch wenn ihnen ein Kalaschnikov-Magazin ins Gesicht entleert wird.

- Terroristen für alles einen Timer mit roten Zahlen verwenden.

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20 September 2006

Und wieder ein Footballer im Bau

Der Herr Links ist Maurice Clarett, 22, zuletzt als Running Back bei den Denver Broncos unter Vertrag und jüngst zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nachdem er im Januar schon einen bewaffneten Raubüberfall begangen hatte, wurde er vergangenen Monat nach einer Verfolgungsjagd von der Polizei angehalten.

Unterwegs zu einem Gerichtstermin trug er eine kugelsichere Weste und hatte 4 geladene Waffen im Auto. Unter anderem eine AK 47.

So weit noch nichts ungewöhnliches, für einen Profifootballspieler.

Wirklich unterhaltsam sind allerdings die Stellungnahmen seiner Anwälte:

Michael Hoague bezeichnete den bewaffneten Raubüberfall vom Januar als "offensichtlich schlechte Entscheidung".

Nick Mango hingegen rechtfertigte Verfolgungsjagd und Waffenbesitz damit, dass sein Mandant Waffen und Weste als "Schutz gegen den Angriff einer israelischen Terrororganisation" bei sich hatte.

Na dann!

19 September 2006

The Truth In Advertising

Dieses kleine Filmchen hat mich gerade sehr amüsiert.

15 September 2006

Lizenzvereinbarungen

Es gibt Dinge, die gibt es eigentlich nur im Internet - na ja oder eben bei Computern im Allgemeinen. Dazu zählen unter anderem Lizenzvereinbarungen. Das sind mehrseitige Texte, in denen man sich verpflichtet, die Software nur so zu nutzen wie die Entwickler es gedacht haben, artig zu sein und andernfalls drei Schwingschleifer kaufen und einen erstgeborenen Sohn dem gehörten Fürsten der Finsternis opfern zu müssen.

Oder so ähnlich. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, was drin steht, denn ich lese sie nicht.

"Oh mein Gott, deaktivierst Du etwa auch das Häkchen bei "Read-Me jetzt lesen", Du Irrsinniger?", höre ich jetzt einige von Euch*1 sagen. Ja. Mit Freude sogar. Read-Mes lese ich frühestens dann, wenn die Software nicht oder nur eingeschränkt funkioniert, der Computer komische Geräusche gemacht und Mitarbeiter eines ukrainischen Inkasso-Unternehmens die vereinbarten 4.000 Euro abholen wollen.

Ernsthaft: Warum sollte ich etwas lesen, was mich nicht interessiert und wo ich so oder so keine Wahl habe, als es zu akzeptieren, weil ich andernfalls die Software nicht einmal installieren kann? Und warum steht der Haken per Default auf "ablehnen"? Sind die sich der Idiotie dieser Lizenzvereinbarungen bewusst? "Mwuahaaha, der Trottel MUSS zustimmen, sonst kann der das Programm nicht benutzen..."

Wenn ich Software im Laden kaufe, kann ich sie normal nicht mehr umtauschen, wenn ich sie geöffnet habe. Die Lizenzvereinbarungen kann ich aber frühestens bei der Installation lesen. Dort kann drin stehen was will, ich kann die Vereinbarung weder ändern noch nur in Teilen zustimmen und ich kann das Programm nicht benutzen wenn ich nicht zustimme. Ist das nicht irgendwie paradox?

Und dann noch was: Kann mir jemand erklären, welchen Sinn es macht, bei jedem drecksverfickten Patch, der irgendwelche Kompatibilitätsprobleme mit Voodoo 2 Grafikkarten unter Linux behebt aufs neue diese dämlichen Vereinbarungen vorgesetzt zu bekommen.

*1 präziser: Christian, der in Kürze bei der PCA anfangen wird

12 September 2006

Neulich in Brasilien.

Ein Drittligaspiel in Brasilien zwischen Santacruzense und Atlético Sorocabana. Zunächst einmal nichts Aufregendes. Die 89. Minute - die Heimmannschaft greift an und verfehlt das Tor. Auch nichts besonders Aufregendes.

Etwas ungewöhnlicher ist die Reaktion des frustrierten Balljungen, er nimmt sich die Pille und schießt sie ins Tor. "Hm... ja - nicht besonders witzig, und?", werdet Ihr Euch vielleicht denken. Richtig. Witzig wird es erst dadurch, dass die Schiedsrichterin auf "Tor" entscheidet, weil sie nicht hingeschaut hat und offenbar denkt, dass der Torwart sich den Ball selber in die Kiste gehaun hat.



Aller Protest ("Ich war das nicht, das war der Balljunge, ehrlich!") hilft nichts, und Santacruzense gewinnt nicht nur das Spiel sondern verteidigt durch den Sieg auch noch den Vorsprung vor Tabellenführer Sorocabana.

Und das Beste: Der Verband von Sao Paolo weigert sich, das Tor abzuerkennen und das Spiel neu anzusetzen.

Interessant auch der Kommentar eines ESPN Brasil Reporters: «Nun werden wieder alle Machos kommen und versichern, die Unfähigkeit der Frauen im Fußball sei wieder unter Beweis gestellt worden».

Aber ehrlich, auf eine derart absurde Idee könnten wirklich nur fiese Machoschweine kommen!

10 September 2006

Formationshusten für Exilrussen

An dieser Stelle ein Video mit zwei unglaublich süßen Kaninchen.

07 September 2006

Wi-der-lich!

Jedesmal, wenn ich die Fernsehwerbung mit dieser bewegten Erdbeerzunge sehe, möchte ich in allen Farben des Regenbogens kotzen.

Geht's noch wem so? Ich habe tatsächlich Freunde, die finden, dass das "lecker" aussieht...

Dialog des Tages.

(Eine junge blonde Frau in der Olli Geißen Show über ihren Freund):

Nicole: "Ich hab ihn auch öfters belogen gehabt. Und nicht die Wahrheit gesagt." (Gemein. Gleich beides!)
Olli: "Und wie viel gibt er für seine Spielsucht im Monat aus?"
Nicole: "Mehr wie fünf bis tausend Euro" (die Kombination von "mehr als" (bzw. mehr wie) und "bis" mag ich eh. Die Spanne ist aber auch interessant)
Ollie "Und was macht er jetzt?"
Nicole : "Er ist halt momentan arbeitlos. Gewesen. Jetzt arbeitet er wieder" (Ja ja, so viel zum Thema "momentan")

Ich bin gemein, ich weiß...

05 September 2006

Umso... Umso...

"Umso schneller, umso besser". Ich weiß, ich bin ein Pedant - aber wenn ich das höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wann ist eigentlich je desto gestorben? Ein ähnlicher Kandidat ist übrigens "Mitgehangen, mitgefangen".

04 September 2006

Liebling wir bringen die Kinder um!

Nur falls ihr heute Abend nichts zu tun habt: Es gibt eine neue Serie bei RTL2 mit dem sympathishen Namen "Liebling wir bringen die Kinder um!".

Find ich gut, dass man bei RTL2 mal herzlich auf diese blöde Political Correctness scheißt, nach der man tatsächlich sogar strafrechliche Konsequenzen fürchten muss, wenn man seine pummeligen Nachkömmlinge über den Jordan schickt.

Jetzt warte ich nur noch auf "Schatz, wir ficken Nachbars Lumpi" und "Lass Opi in den Keller schubsen", aber bis die on air gehen ist locker Weihnachten.

01 September 2006

Beneidenswerter kleiner Kerl

(Quelle: Bild.de)