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Zaaltag: Mai 2006


31 Mai 2006

Und wieder eine Studie: Heute Rauchen

Die Systematik ist eigentlich immer dieselbe. Nur das Thema ein anderes. Heute "rauchen". So lese ich bei Spiegel online heute, dass eine einzige Zigarette die Gefahr zum Raucher zu werden verdopple.

Untermauert wird das ganze von einer Studie, die eben zeigt, die Menge der Raucher unter den 14-Jährigen Teilnehmern einer Studie doppelt so hoch war, wenn diese mit 11 Jahren ein einziges Mal geraucht hatten.

Die offensichtliche Folgerung: Wer mit 11 Jahren raucht steigert seine Wahrscheinlichkeit, später zum echten Raucher zu werden. Und so erfindet Jennifer Fidler vom "University College London" auch gleich das "Schläfer Syndrom", das nach einigen Jahren zum Ausbruch der Sucht führt.

Wie so oft - oder eigentlich immer - bei solchen Studien und damit zusammenhängenden Folgerungen ist der Schluss natürlich nicht zulässig. Es mag vielleicht wirklich der Fall sein, dass sich die Zigarette im Hirn "einbrennt" und später einen Wunsch verstärkt. Es mag vielleicht nicht sein. Wenn wir annehmen, dass Menschen mit einer "Raucherpersönlichkeit" einfach generell eher zu einer Zigarette ja sagen, quer durch alle Altersstufen, werden wir auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Quote der Raucher höher ist, wenn sie zum Zeitpunkt X in der Vergangenheit geraucht haben.

Logisch, dass jeder Raucher irgendwann mal seine erste Zigarette geraucht hat. Und logisch auch, dass er das vermutlich getan hat, bevor er zum "echten Raucher" wurde. Ich kenne zumindest niemanden, der direkt mit einer Schachtel pro Tag eingestiegen wäre.

Und dann kommen wir zu einem weiteren immer wieder gerne genommenen Mysterium: Den 7 Jahren Leben, die das Rauchen kostet, was ich heute ebenfalls lese.

Zunächst mal teilt das statistische Bundesamt mit "Menschen mit typischen Raucherkrankheiten wie Lungen-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs werden im Schnitt 69 Jahre alt [...] Berücksichtige man hingegen alle Todesursachen, liege das durchschnittliche Sterbealter in Deutschland bei 76 Jahren.

Zunächst einmal sind "Menschen mit typischen Raucherkrankheiten" noch lange nicht zwingend Raucher. Mein Vater etwa, der im Alter von 58 Jahren an Lungenkrebs starb, war keiner.

Zudem liegt das jüngere Sterbealter unter anderem daran, dass diese Form von Krebs nach Ausbruch einen sehr schnellen Tod mit sich bringt (meist unter 2 Jahren). Ob eine unheilbare Krebserkrankung, die ab Diagnose ein 10-Jähriges Siechtum mit anschließendem Tod mit sich bringt, ein Gewinn ist weiß ich nicht - aber sie würde das Sterbealter erhöhen und somit in der Statistik für "mehr gewonnene Jahre" sorgen.

Aber selbst wenn wir völlig unzulässiger Weise annehmen würden, dass alle "Menschen mit typischen Raucherkrankheiten" tatsächlich Raucher wären und sie 7 Jahre früher sterben, tun sie das nicht alleine wegen des Rauchens.

Raucher werden auch häufiger vom Auto überfahren (Wie man bei Walter Krämer "Die Panikmacher" nachlesen kann). Aber sie werden das nicht deshalb weil sie Raucher sind, sondern weil offenbar ein generelles Maß an Risikobereitschaft mit der Wahrscheinlichkeit zu rauchen korreliert.

Die Quote der Raucher ist übrigens auch in den sozial niedrigeren Schichten höher als in den sozial höher gestellten und erst vorgestern las ich von einer Studie, die eine Korrelation zwischen dem Einkommen im Alter und der Lebenserwartung belegte.

Auch die Tatsache, dass Männer häufiger rauchen als Frauen (Männer ~33%, Frauen ~20%), schiebt die Raucher-Lebenserwartung nach unten, weil die Lebenserwartung von Männern nun einmal niedriger ist als die von Frauen.

Rauchen ist unsinnig, teuer und gefährlich für die Gesundheit. Ich habe selber auch aufgehört und kann nur empfehlen: Lasst es oder fangt gar nicht erst damit an! Wie viele Jahre Eures Lebens euch aber nun rauchen im Schnitt kostet oder nicht, das lässt sich nun mal nicht herausfinden, in dem man einfach das Durchschnittsalter aller verstorbenen Raucher von dem der Nichtraucher abzieht.

30 Mai 2006

Die Top Suchbegriffe

Ihr erinnert Euch sicher noch an den Aufruf mit den Suchbegriffen, in dem ich ermitteln wollte, welcher Suchbegriff wohl die meisten Menschen auf meine Seite zieht.

Unpraktischerweise habe ich das Passwort zu meiner Webcounter Seite vergessen. Dann habe ich einen neuen Counter eingerichtet, eine Woche gewartet und die Suchwörter in der Auswertung nicht gefunden. Und als ich sie dann gefunden habe, habe ich den Zähler aus Versehen gelöscht. Dann habe ich wieder eine Woche gewartet. Und hier sind die Top Suchbegriffe seitdem:


miriam pielhau nackt 27 (Sascha)
exzesse im fitnesscenter 1 (Michael Parino)
hämorrhoidensalbe (Butterbemme)

Der Sieger steht also ganz klar fest.

Weitere Suchbebriffe über die Menschen auf meine Seite kamen waren übrigens

schwul in dubai
die passion christi und benny hill
kann man mit dem pippimann auch a-a machen
wörter die komisch sind
durch gefickt
pfredeporno (müsste es dann nicht "Pfredeprono" heißen?)

26 Mai 2006

Ich bin bei RTL2!!!

Nein, nein, ich habe nicht meinen Job gewechselt. Aber RTL2 hat einen Bericht über World of Warcraft gemacht und da bin ich in meiner Funktion als Sprecher der WoW Comedy "Allimania" zu hören. Juchu! ;)

Vorbildlich: Helmpflicht für LKW Fahrer

25 Mai 2006

Towel Day!

Heute vor genau 5 Jahren starb Douglas Adams, der Autor von "Per Anhalter Durch die Galaxis" und mein persönlicher Lieblingsschreiber.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich die Meldung im Radio hörte und sofort Jens anrief, der zu dem Zeitpunkt gerade ein Praktikum in Ungarn machte.

An dieser Stelle noch eine kleine Buchempfehlung: "Die Letzten Ihrer Art" ist mein persönliches Lieblingsbuch von Douglas Adams, es handelt von seiner Reise in diverse Länder, in denen er vom Aussterben bedrohte Tierarten (be-)sucht und das auf seine typische Adam'sche Art beschreibt.

Hier ein kleines Zitat aus dem Buch:
"Würde man ganz Norwegen nehmen, es ein bißchen durchkauen und alle Elche und Rentiere rausschütteln, es dann zehntausend Meilen weit um die Welt schleudern und mit Vögeln auffüllen, wäre das Zeitverschwendung, weil es so aussieht, als hätte das schon jemand getan."

24 Mai 2006

Sommerloch incoming!

Die WM hat noch nicht angefangen, noch kann ich nicht darüber maulen, schon 32 geworden zu sein. Interessante Studien hab ich grad auch nicht zur Hand, es ist nichts interessantes passiert und selbst die S6 - sonst mein steter Quell der Freude - bietet seit Tagen nichts unterhaltsames.


Mal abgesehen von einem ungepflegten Paar bestehend aus einem kleinen dürren Mann und einer großen dicken Frau, die heute hysterisch kichernd immer wieder erzählt hat, dass sie geträumt hat, sie hätte jemanden umgebracht.

Und weil das alles so extrem uninteressant ist, dachte ich, ich poste Euch lieber ein Bild von Michael Dudikoff. Der hat in American Fighter mitgespielt!

Ich glaub ich brauche ne Frau, Kinder und nen Hund, dann passiert sicher immer was...

18 Mai 2006

Fremdschämen pur

16 Mai 2006

Und wieder eine Studie: Mutter sein hält fit

Okay, ich langweile Euch vielleicht damit, aber ich finde es immer wieder unterhaltsam, wenn eine von diesen Studien herauskommt. Etwa heute als ich unter der Überschrift Beruf hält Mütter fit eine Untersuchung zum Thema Frauen, Mutterschaft, Beruf und gesundheit lese.

Und dort heißt es: "Gelegentlicher Stress lohnt: Mutter zu sein und weiterhin einen Beruf auszuüben, hält Frauen dauerhaft fit. "

Begründet wird dies damit, dass aus einer Guppe von 1200 im Jahr 1946 geborenen Frauen, Erkrankungen und gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Frauen, die berufstätig und Mutter waren geringer war, als bei kinderlosen Frauen bzw Hausfrauen mit Kindern.

Die Forderung der Experten daher "Die Studie zeigt, dass wir Mütter dabei unterstützen sollten am Arbeitsleben teilzunehmen".

Das sollten wir ganz ohne Frage tun, aber es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gesünder machen. Das zumindest ist meine These. Denn ich wage die Behauptung aufzustellen, dass es sich hier mal wieder um eine Scheinkorrelation handelt, falls nicht sogar direkte Kausalitäten verdreht sind.

Denn um dem Stress, Hausfrau und Mutter zu sein und einem Beruf nachzugehen gewachsen zu sein, behaupte ich mal, muss man schon ziemlich vital sein.

Umgekehrt halte ich es offensichtlich, dass schwere Erkrankungen einen durchaus daran hindern können entweder Berufstätig zu sein, oder aber ein Kind zu bekommen. Eventuell sogar beides.

Übrigens - nicht dass wir uns da missverstehen: Ich möchte nicht behaupten, dass mein Lösungsansatz eine unmittelbare und logisch abzuleitende Folge dieser Studie ist. Sondern nur, dass WENN das was ich schreibe einen gewissen Wahrheitsgehalt hat, es eine entsprechende Studie in die Richtung färben würde, wie passiert. Die "Dummheit" liegt entsprechend auch nicht in der Studie selbst sondern in der Vielzahl der vermeintlichen "Folgerungen".

15 Mai 2006

Verwechselt?

Eigentlich wollte man im Rahmen einer BBC Nachrichtensendung den Macher der Website Newswireless.net, Guy Kewney, zum Thema Internetdownloads befragen. Und der Mann war auch im Sender.

Allerdings verwechselte der Aufnahmeleiter der Sendung den Spezialisten mit einem Taxifahrer, der im Gebäude auf einen Fahrgast wartete - und im übrigen weder Körperumfang noch Haar- und Hautfarbe mit Kewney gemein hat.

Nichts schlimmes so weit. Kann vorkommen.

Lustig wird es erst, wenn besagter Taxifahrer bereitwillig ins Studio folgt, sich verkabeln lässt und der Moderatorin wenngleich anfangs verwirrt, anschließend aber ohne zu zögern Fragen zum Thema Internetdownloads beantwortet...

12 Mai 2006

They're taking the Hobbits to Isengard



Ich hab nen fiesen Ohrwurm!

11 Mai 2006

Frauendiskriminierung - mit alten Computern

Studien mit sogenannten "Scheinkorrelationen" sind ja irgendwie mein Hobby geworden, in letzter Zeit. Und erstaunlicherweise reißen entsprechende Meldungen nicht ab.

Heute etwa lese ich, dass "alte Computer krank machen", eine These der ich mich momentan gar nicht weiter widmen möchte, denn weiter lese ich:

"Ganz nebenbei offenbaren die Zahlen aber auch ein weiteres Indiz für die fortbestehende Geschlechts-Diskriminierung am Arbeitsplatz: In allen drei Ländern mussten Frauen mit älteren PC-Modellen vorlieb nehmen als ihre männlichen Arbeitskollegen."

Und jetzt denken wir mal scharf nach: In welchen Berufen hat man wohl gemeinhin die neuesten Rechner? In Computerberufen! BINGO. Und jetzt schauen wir uns mal die Frauenquote in Computerberufen an - laut meiner "Oberflächenrecherche" liegt sie in Großbritannien bei etwa 21%.

Ist es nicht irgendwie verhältnismäßig logisch, dass Männer im Schnitt neuere Rechner haben, wenn sie viermal so häufig in einem Berufsfeld anzutreffen sind, in dem man gängigerweise neue Rechner hat?

Aber das mit der Diskriminierung klingt doch irgendwie viel besser, oder?

09 Mai 2006

Verständigungsprobleme

Heute war ich am Kiosk. Da wohnen drei Inder. Zumindest sind die immer in dem Kiosk. Jedenfalls wollte ich zwei Tafeln Schokolade kaufen: Eine Ritter Sport Vollmilch und eine Nuss.

Also sagen ich zu dem Mann: "Ich hätte gerne eine Ritter Sport Nuss und eine Vollmilch."

Er geht zum Regal und kommt mit einer Ritter Sport Nuss und einem Liter Vollmilch wieder.

Ganz recht, ich hatte ja "eine Vollmilch" gesagt und nicht "Eine Ritter Sport Vollmilch". Also korrigiere ich mich: "Ich meinte eine Ritter Sport Vollmilch."

Er geht zum Regal, tauscht die Ritter Sport Nuss gegen eine Ritter Sport Vollmilch und hält weiter einen Liter Milch in der Hand.

Richtig. Ich hatte nicht gesagt, dass ich die Ritter Sport Vollmilch statt des Liters Milch haben wollte. Also sage ich "Äh, nein, nein - keinen Liter Vollmilch!".

Er legt den Liter Milch weg und hält mir die Tafel Schokolade entgegen.

Ich muss fast lachen und sage. "Ja, okay, die Tafel Vollmilch - und jetzt noch einmal Nuss!".

Und da nimmt der Mann eine Packung Nüsse aus dem Regal und streckt sie mir freundlich lächelnd entgegen...

08 Mai 2006

Hunde für die Langzeitarbeitlosen!

Und wieder so eine Studie. Heute lese ich von einer Pilotstudie des Forschungskreises "Heimtiere in der Gesellschaft", bei denen die sozialen Verhältnisse von 32 Langzeitarbeitlosen untersucht wurden von denen die Hälfte einen Hund hat.

Ergebnis: Die Hundelosen waren "verwahrloster", die Hundebesitzer organisierter und hatten einen geregelteren Tagesablauf. Die Arbeitslosen ohne Hund tranken zudem mehr und hatten weniger soziale Kontakte.

Die Folgerung: Professor Berger: "Ein Hund strukturiert den Tagesablauf und erhält soziale Kontakte."

Ich stelle mal eine Gegenthese auf: Menschen, die Wert auf einen geregelten Tagesablauf und soziale Kontakte legen, kaufen sich wohl eher einen Hund als lange schlafende Alkoholiker.

Aber die Studien aus denen man beim vermehrten Auftreten von einer Wahrscheinlichkeit unter einer gegebenen Bedingung folgert, dass der Zusammenhang kausal sein muss und sich dann einfach überlegt, welche Richtung am logischsten klingt, werden wohl nicht aussterben.

Hatten wir schon, dass die Ehe reich macht, weil Ehemänner durchschnittlich mehr verdienen als ledige? Vermutlich könnte ich aus dem Stehgreif eine Studie aus dem Ärmel zaubern, nach der graue Haare für Zahnausfall sorgen, aber das überlasse ich doch lieber den "Experten".

04 Mai 2006

Geschichten aus der S6

Heute morgen bin ich wie immer an Arbeitstagen mit der S6 nach Köln gefahren. Am Deutzer Bahnhof stehe ich also an der Tür und als die Bahn hält drückt eine Frau auf den "öffnen" Knopf an der Tür, während ich - als würde das nicht reichen oder als würde ich erwarten, dass sie das nicht fachgerecht tut auf den Knopf links von der Tür hämmere.

Die Tür öffnet sich kurz - und geht sofort wieder zu. Dacht ich's mir doch, Frauen und Technik. Sie schaut mich etwas verwundert an, und ich entgegne ihr das "Hm.. dämliche Tür - wohl wieder kaputt aber das ist ja immer so in diesen mies gewarteten S-Bahnen"-Schulterzucken.

Sie drückt wieder, ich drücke wieder. Die Tür öffnet sich einen Spalt und schließt sich wieder.

Diesmal schaut sie mich schon mehr kritisch als verwundert an. Wir hämmern wieder auf unsere Knöpfe. Auf - und direkt wieder zu.

Jetzt schaut sie mich - immer noch wortlos - mit einem Blick an, als hätte ich mir gerade ne Flasche Ouzo auf dem Schädel zertrümmert und "Fangt mich, ich bin der Gullyver, das Kanalmonster!" geschrien.

Sie drückt also energisch wieder ihren Knopf und als ich gerade ebenfalls energisch wieder auf meinen hämmern will fällt mir auf, dass auf dem "schließen" und nicht "öffnen" steht.